•   Der Freitag, 02-10-2020
Musik

Die Stimme des polnischen Volkes aus dem Osten in der Stimme Polens

In der diesjährigen Ausgabe der Stimme Polens sind zwei talentierte Vertreter der polnischen Gemeinschaft vertreten. Eine von ihnen ist Sabina Mustaeva, die polnische Wurzeln hat.

Das Schicksal der Familie der 17-jährigen Sabina steht im Zusammenhang mit den tragischen Ereignissen, die sich Mitte der 30er Jahre nach dem Rigaer Vertrag innerhalb der UdSSR im polnischen Ostgrenzland ereignet haben. Nach Schätzungen polnischer Historiker starben über 100 Tausend unserer Landsleute bei den Massenunterdrückungen. Sabinas Urgroßmüttern gelang es, der Unterdrückung zu entkommen, und so fand sie sich nach dem Krieg zunächst in den Tiefen Russlands wieder, um Taschkent, die Hauptstadt Usbekistans, zu erreichen. Als eine Person, die in den von den Sowjets nach 1921 besetzten Gebieten geboren wurde, hatte sie keine Chance, nach Polen zurückzukehren. Nach der Meinung eines ehemaligen polnischen Diplomaten in Usbekistan - eine sehr verwirrende Geschichte, aber so war das Schicksal der Polen in dieser Zeit.

Musikalisches Programm

Sabina hat bereits viele Erfolge erzielt, u.a. gewann sie die Voice of Russia Kids. Um ihre Karriere fortzusetzen, wählte sie jedoch Polen, wo sie und ihre Schwester die Jan-III-Sobieski-Oberschule in Warschau besuchen. Sabina fühlt sich in der polnischen Umgebung wohl. Er ist seit eineinhalb Jahren in Polen. Zuvor hatte sie Polen mehrmals im Rahmen eines Urlaubs für polnische Jugendliche besucht. Die zweite Teilnehmerin, Jelena Matula, lebt dauerhaft in Riga und ist eine Vertreterin der polnischen Gemeinschaft aus Lettland.

Es ist gut, dass Polen Talente dieses Formats anzieht. Man sieht, dass die Stücke in ihrer Aufführung von unserem Publikum gemocht wurden, das beide Interpreten akzeptierte und sie wie die anderen polnischen Teilnehmer beurteilte.

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